Caryophyllales > Amaranthaceae > Lipandra polysperma

Vielsamiger Gänsefuß

(Lipandra polysperma)

VI - VIII Home Ackerraine, Ruderalfluren
10 - 60 cm indigen LC
Chenopodium polyspermum
Synonyme: Chenopodium polyspermum, Fisch-Gänsefuß, Fischmelde. Therophyt, coll-mont. Die Laubblattspreite ist breit eiförmig-rhombisch, länglich elliptisch, manchmal rot überlaufen, der Rand fast immer rot. 4-5 Perigonblätter. Die Samen sind fein punktiert. Die Zweige sind weit ausladend (Lit). Bei uns häufig auf Ruderalstellen.
 
Chenopodium polyspermum
Fast reife Samen
 
Chenopodium polyspermum
 
 
Chenopodium polyspermum
 
 
Chenopodium polyspermum
02.09.2020 Pucking
 
Chenopodium polyspermum
Die Pflanze gedeiht an mäßig warmen bis warmen Standorten im Halbschatten bis Halblicht auf frischen bis durchfeuchteten, basischen bis sauren Böden und ist ein ausgesprochener Stickstoffzeiger (Lit).
 
Chenopodium polyspermum
 
 
Chenopodium polyspermum
13.07.2014 Pucking
 
Chenopodium polyspermum
 
 
Chenopodium polyspermum
06.07.2013 Pucking
 
Chenopodium polyspermum
Im Bild eine niederliegend, ausgestreckte Form. Sehr ästig, einzelne Äste aufsteigend.
 
Chenopodium polyspermum
Alle Blätter ganzrandig, Stängel und Blattränder rot gefärbt.
 
Chenopodium polyspermum
05.08.2007 Pucking

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"432. C. polyspermum L. (Vielsamiger G.)
Wurzel spindelig, verästelt; Stengel liegend, bis 2' lang, oder aufrecht und dann nur 3 — 6" hoch, meist ausgesperrt-ästig, glatt wie die ganze Pflanze. Blätter gestielt, ganzrandig, die unteren eiförmig oder eilänglich, stumpf oder an der Spitze ausgerandet, die oberen elliptisch oder die unteren Blätter lanzettlich, die oberen lineallanzettlich, alle spitzlich, nebst den Perigonen gelb- oder trübgrün, zuweilen amaranthroth überlaufen. Blüthen geknäuelt, Knäuel am Ende des Stengels und aus allen Blattwinkeln in einfache, lineale, lockere, aufrechte Aehren gereiht, oder in kleinen, haarfein gestielten, ausgesperrten Trugdolden; Aehren länger, Trugdolden kürzer als die Blätter, aus deren Winkeln sie entspringen. Perigone 5spaltig, Zipfel zur Fruchtzeit sternförmig ausgebreitet. Samen wagrecht, feinpunktirt, glänzend, schwarz, am Rande geschärft, der ausgebreiteten Perigone halber leicht ausfallend.
Aug.— Sept.


Aendert ab:

  • α cymoso- racemosum. L. Stengel liegend, aufsteigend, ausgesperrtästig. Blätter eiförmig, stumpf oder ausgerandet, Blüthenknäuel aus allen Blattwinkeln in haarfein gestielte, wieder gabeligverästelte, fast ebensträussig-ausgesperrte Trugdolden gestellt, die gegen den Gipfel zu sich in eine zusammengesetzte Aehre vereinigen.
  • β spicato-racemosum. L. (Ch. acutifolium Sm.) Stengel aufrecht, mit aufrecht abstehenden Aesten. Blätter lanzettlich, spitzlich. Blüthenknäuel aus den Blattwinkeln und an der Spitze des Stengels in steife, einfache, lineale Aehren gereiht. Diese Form kömmt verkümmert bis 1" klein und amaranthfarb überlaufen vor.

Beide Formen im Flachland und Gebirge des ganzen Gebietes sehr gemein. α auf sandigem, lockerem oder bebautem Boden, in feuchten Gärten, in Auen; β mehr an Hecken, Zäunen, Mauern, trockenen, sterilen Plätzen. Eine kaum 1" hohe Zwergform mit aufrechtem, einfachem Stengel durchaus amaranthroth überlaufen auf festgestampftem Lehmboden der Ziegelschlägereien in Urfahr. Steigen in die Voralpen auf."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 370), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.

 

 Letzte Bearbeitung 19.10.2023